Botschaft des Monats Mai 2008
Das Gebet des Brotes
Herr,
Ich bin unter denen, die um deinen Schutz bitten, ich bin dein demütiger Diener,
dem die Mission gegeben wurde, die Schande des Hungers auf Erden auszulöschen.
Ich wünsche, dass ich meine Aufgabe gut mache, heute folgte ich denen, die dir dienen.
Bei vielen Gelegenheiten heute fand ich mich gefangen in reichen Heimen,
Teil der Freuden von reichlichen Mahlen zu sein, aber zur gleichen Zeit sah ich arme Frauen,
die vergebens versuchten, mich mit ihren ausgestreckten Armen zu erreichen!...
Ich sah armselige Kinder, die mich ängstlich anschauten, als ob ich ein verlorener Schatz wäre.
Ich traf schwitzende, traurig ausschauende Männer, die mich in Pein an-schauten, betend,
dass ich Beistand für ihre Kinder sein könnte.
Ich hörte kranken Leuten zu, die mich viel mehr brauchten, als Medizin, um ihre leeren Mägen zu füllen.
Ich sah absolute Not müde vom vielen Weinen und ich konnte auch viele gebrochene Herzen bemerken,
die die Verzweiflung wegen meiner Abwe-senheit fühlten.
Jedoch, Herr, bin ich fast immer gefangen von denselben Leuten, die schwören, deinen Namen zu ehren.
Sie sprechen in Deinem Namen und reden über Deine Ehre, unfähig ihre eigenen
müden und hungrigen Brüder an ihrer Seite gehen zu sehen.
Und oft nach dem Predigen wunderschöner Worte, die daran erinnern,
was Du uns lehrtest, sie schließen mich ein in Schubfächer und Schränke,
wenn nicht gar in teure Schaufenster oder in dunkle Warenhäuser.
Lehre sie, oh Herr, wohltätig zu sein und Liebe mit mir zu teilen,
so dass ich nicht verantwortlich für Vergehen sein werde.
Und, wenn möglich, barmherzig mich zu vervielfältigen, so dass ich all die fühlen kann,
die auf Erden hungern; weil eines Tag, mein Herr, wenn du Menschen gelehrt hast zu beten,
hast du mich unter die rechtmäßigsten Menschenrechte hinzugezogen, unseren Vater zu bitten:
"Gib uns diesen Tag unser tägliches Brot."
Geist: MEIMEI
Medium: Francisco Cândido Xavier